Lengerich

"perle..."

„perle…“
Der Titel spricht für sich: „perle…“ - kleingeschrieben, ein Tuwort. Perlen kullern in den Kirchen St. Margareta und Stadtkirche in Lengerich. Die Liebe hat viele Gesichter und immer einen Namen. Die Verbindung dieser beiden Kirchen ist der Name: Margareta. Der Name bedeutet „Perle“. Nomen est Omen. Eine Perle entsteht durch eine Verletzung, wenn ein Sandkorn zwischen Mantel und Schale einer Muschel gelangt. Die Geschichte der St. Margareta ist eine Verletzungs- und Wirkungsgeschichte, eine Perlengeschichte. In der Stadtkirche steht auf Scherben mit Feuer geschrieben: „Alles Schreckliche ist der Anfang des Schönen.“ Die Scherben liegen auf gezupfter roter Wolle rund um den Altar. Wer das Glas betritt, wird den Knacks unter den Füßen und im Herzen mit Schrecken erleben. Der „Knacks“ in Lengerich wird angedeutet mit einer roten Wolllinie, die vom Altar zur Wand führt, wo das Bild der St. Margareta in der Stadtkirche gehangen hat. Dieser rote Wollfaden taucht in der St. Margareta Kirche zu den Füßen der St. Margareta Figur wieder auf. Eine rote Verbindungslinie.
In beiden Kirchen sind großformatige Fotografien. Zu sehen sind Liebesperlen, die kleinen Zuckerkügelchen, hingestreut wie Samen in der Natur, eine Kette von Leben, so wie Liebe eine Aneinanderreihung von Perlen, eine Kette von Liebe ist.